Vor Beginn der Frühschicht haben aktive vom offenen Antifaschistischen Treffen und der Initiative Solidarität leben in Rottweil Flugblätter an die ArbeiterInnen bei Mahle verteilt.

Die Situation bei Mahle ist: Die Konzernführung streicht tausende Stellen zusammen. Betroffen vom Personalabbau und der einhergehenden Ungewissheit ist auch die Belegschaft in Rottweil. Über hundert Stellen wurden hier bereits abgebaut, maßgeblich über Altersteilzeit oder in dem sie nach Fluktuation nicht neu besetzt wurden. Im Oktober wurde zu dem die Arbeitszeit verkürzt, ohne Lohnausgleich wohlgemerkt.

„Wir haben es aktuell mit einer Krise zu tun, wie wir sie noch nicht erlebt haben“, so der Mahle Chef , Jörg Stratmann. Es komme darauf an „die Anstrengungen zur Kostensenkung konsequent fortzusetzen und die strategischen Ziele noch stärker in den Fokus zu nehmen“. Die Rechnung dafür soll, wenn es nach den Plänen der Chefetage geht, die Belegschaft bezahlen.

Dabei kriselt es beim Automobilzulieferer Mahle bereits länger und die „Sanierungspläne“ lagen bereits vor Corona auf dem Tisch. Schuld an der Misere beim Automobilzulieferbetrieb für die Kolben-Mahle ist nicht die Pandemie, sondern eine verfehlte Unternehmenspolitik die sich kurzfristigen Profiten orientiert und der Stuttgarter Konzern hat keine wirkliche Perspektiven für den Wandeln vom Verbrenner hin zum E-Auto.

Damit die Krise nicht auf unserem Rücken ausgetragen wird müssen wir uns wehren.

Die zunehmenden Angriffe von Oben auf die Rechte und Errungenschaften der Lohnabhängigen machen gerade keine Lockdown-Pause. Nicht nur bei Mahle, im großen Ausmaß bläst das Kapital auf unsere Arbeits- und Lebensbedingungen. Es sind rechte Akteure aller Lager die aus dieser Situation Profit schlagen wollen. AfD und Nazis versuchen gezielt durch Spaltung Stimmung zu machen und ihre Hetze in die Betriebe zu tragen. Für die reellen Probleme der Menschen haben AfD und Co keine Lösungen, im Gegenteil sie spalten die Belegschaften. Rassismus und Ausgrenzung lenkt von den tatsächlichen Ursachen der Krise ab und erschwert die notwendige kollektive Gegenwehr der Lohnabhängigen.

Für uns ist es richtig den Spaltungsversuchen eine klare Absage zu erteilen, solidarisch zusammen zu stehen und zu erkennen das wir schlussendlich als lohnabhängige die selben grundlegenden Interessen und Bedürfnisse haben. Wenn wir zusammenstehen, sind wir stark.

Genau darauf geht auch das, von mehreren Antifaschistischen Gruppen, veröffentlichte Flugblatt ein das in der Frühe an die KollegInnen verteilt wurden.

Die Krise nicht auf unserem Rücken

mehr über das offenen Antifaschistischen Treffen VS