Kämpfen lohnt sich!

Die Angriffe von oben abwehren – als Klasse zusammenstehen!

Sperrstunde, geschlossene Kneipen und Bars, Kontaktbeschränkungen in der Freizeit – Lockdown. Die Unsicherheit über den weiteren Corona-Verlauf geht einher mit der Angst vieler um ihren Job und der Sorge um die oft fragile Existenz.

Die so oft beschworene „Zweite Welle“ ist da. Und die Politik zeigt sich einmal mehr überfordert. Wieder wird improvisiert und Teile des politischen Spitzenpersonal versuchen sich mit ihren Vorschlägen in Szene zu setzen und gegenseitig zu überbieten.

Dabei wird die Verantwortung für den Umgang mit der Pandemie immer noch weitgehend auf unser individuelles Verhalten im privaten Umfeld reduziert, während wir überfüllte öffentliche Verkehrsmittel benutzen müssen um zur Arbeit zu kommen oder unsere Kinder zur Schule…

Wo bleiben vom Kapital bezahlten „Rettungspakete“ für uns Beschäftigte oder die im Frühjahr so viel beschworene Solidarität? Die gibt es nicht. Weil mit den Coronahilfen für die Konzerne eben nicht Arbeitsplätze erhalten werden, sondern diese dazu verwendet werden, Profite zu sichern, sich mit harten Bandagen auf dem kapitalistischen Weltmarkt zu behaupten und auch, um in Form von Dividenden in die Taschen von Großaktionären wie den Quandts, Schaefflers Porsches usw. zu fließen.

Und deswegen wird auch ein Stillstand der „Wirtschaft“ – Gesundheit hin oder her – mit aller Macht vermieden. Wobei „Wirtschaft“ dabei, nach den mächtigen Unternehmerverbänden wie Gesamtmetall und allen bürgerlichen Parteien, die Großkonzerne und die für diese notwendigen Zuliefererbetriebe und Logistik meint.

Das Kapital weis die derzeitige Situation für sich zu nutzen. Es bläst zum Frontalangriff. Der kommende Vorsitzende Wolf des Gesamtmetall- Arbeitgeberverband legt vor: Arbeitszeitverlängerungen ohne Lohnausgleich, Kürzung des Weihnachtsgelds, und vieles mehr. Damit wir nicht unter die Räder kommen, braucht es die Gegenwehr der Belegschaften – zusammen können wir die Angriffe von oben abwehren!

Dass kämpfen auch in der Krise möglich ist, haben die KollegInnen des öffentlichen Dienstes in ihrer Tarifauseinandersetzung vorgemacht. Abseits des jetzigen Ergebnisses zeigten Tausende mit Aktionen und Warnstreiks, dass sie bereit sind zu kämpfen.

Für eine solidarische Gesellschaft – ohne Profitwahn

Wohin die Reise also geht, wie die kapitalistische Krise bewältigt wird, liegt an uns. Ob die Pandemie dazu führt, dass ein paar wenige noch schneller noch reicher werden, dass weniger Beschäftigte noch mehr arbeiten müssen oder nicht, hängt davon ab, ob wir uns als Klasse organisieren und lernen ordentlich auf den Putz zu hauen.

Ihre Krise? Nicht auf unserem Rücken!

Samstag, 07.11 | 10:30 Uhr | Latschariplatz Villingen
Antikapitalistischer Stadtspaziergang