Deswegen waren wir am 8. Oktober am Schwarzwald-Baar-Klinikum in Villingen-Schwenningen und haben gegenüber vom Haupteingang ein Transparent aufgehängt. Darauf stand „Systemrelevant und Schlecht bezahlt – Solidarität mit den Beschäftigten im Klinikum und ÖD“.

Seit September wird der Tarif im öffentlichen Dienst zwischen den Gewerkschaften und kommunalen Arbeitgebern verhandelt. Die Gewerkschaften hatten vorgeschlagen aufgrund der Corona-Pandemie die Verhandlungen ins nächste Frühjahr zu verschieben. Die Arbeitgeberseite hatte das abgelehnt und will auch nach der zweiten Verhandlungsrunde bei ihren Positionen bleiben: null Lohnerhöhung und das auf die nächsten drei bis vier Jahre festgeschrieben. Ihr vorgeschobenes Argument: die öffentlichen Kassen sind leer. Das mag zwar stimmen, Ursache dafür ist aber die Verteilung des Corona-Füllhornes. Für Rettungsschirme für Konzerne war genug da, für die Dividenden von Großaktionären reichte es allemal, nur die Beschäftigten sollen leer ausgehen.

Da ist doch was faul im System – Solidarität muss praktisch werden!

Von symbolischen Gesten wie Klatschen wird niemand satt und kann auch keine Miete bezahlt werden. Corona hat gezeigt, dass Gesellschaft nur mit Solidarität funktioniert. Der Kampf um höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen betrifft viele „systemrelevante“ Bereiche und vor allem Frauen. Deshalb: Kämpfen wir gemeinsam mit unseren KollegInnen für bessere Bezahlung von (Frauen-)berufen,

Solidarität statt Ausbeutung, für einen guten Tarifabschluss