Diesen Flyer haben wir bei der Aktion bei Karstadt in Singen am 11. Juli verteilt.

Nicht nur die Corona Pandemie und die damit verbundenen Umsatzeinbrüche hinterlassen auch bei Galeria Karstadt Kaufhof ihre Spuren. Der Konzern strauchelt schon länger und das Management hatte als Antwort schon vor der Krise Stellenstreichungen, Abbau tariflicher Leistungen und ähnliche Angriffe gegen die MitarbeiterInnen parat.

Da kam die Pandemie wohl passend. Galeria Karstadt Kaufhof hat Filialschließungen angekündigt: Etwa jede dritte Filiale der bundesweit 172 Häuser soll geschlossen werden. Durch diese Schließungen und den Abbau von über 5.300 Stellen sind vor allem die ArbeiterInnen in den Filialen direkt betroffen und nicht diejenigen, die eigentlich für diese Krise verantwortlich sind und dafür bezahlen sollten, das Management und die Aktionäre. Geld dafür hätten sie mehr als genug.

René Benko, Großinvestor und Eigentümer der Kaufhäuser, verfügt über ein Privatvermögen von 4,9 Milliarden Euro. Damit ließen sich mit Sicherheit viele Filialschließungen verhindern, aber die Krise heißt für Kapitalisten wie ihn vor allem: Dichtmachen, was keinen Gewinn abwirft, abstoßen, wo nicht genug Rendite winkt. Und was Geld bringt, kennt Herr Benko gut: Seinen Reichtum hat er als Immobilienhai angehäuft und er besitzt auch einige der Immobilien, in denen die Warenhauskette untergebracht ist. Aber statt Mietminderung sollen Filialen geschlossen werden. Freiwillig wird der Herr Benko sicher nicht auf ein paar Milliönchen aus seinem Milliardenreichtum verzichten. Die Zeche sollen am Ende die Beschäftigten bezahlen.

Dieser Vorgang bei Galeria Karstadt Kaufhof ist kein Einzelfall, sondern Normalität im Kapitalismus. Gewinne werden privatisiert und für Verluste sollen die Lohnabhängigen geradestehen.

Wir sagen: Die Reichen sollen die Krise bezahlen._

Dass die Folgen der Krise nun auf den Rücken der Beschäftigten von Galeria Kaufhof Karstadt mit geplanten Schließungen wie in Singen und bundesweitem Stellenabbau abgewälzt werden sollen, ist nicht hinnehmbar. Soll doch René Benko mit seinem Vermögen von 4,9 Milliarden Euro zahlen. Deswegen:

Die Beschäftigten unterstützen!
Den Großaktionär René Benko enteignen!