Flyer der von uns am 30.Juni vor dem Conti-Werk in Villingen verteilt wurde:

Einsparungen, Standortschließungen, Entlassungen. Selbst wenn Conti in
Villingen derzeit nicht auf der Abschussliste stehen sollte, ist die gemeinsame
Gegenwehr der ArbeiterInnen und Angestellten an allen Standorten
notwendig.

Die Konzernführung will einige 100 Millionen Euro „einsparen“. Im Klartext:
Die ArbeiterInnen und Angestellten sollen die Zeche für Missmanagement
und die jetzige Krise zahlen. Denn darin hat der Konzern jahrzehntelange
Erfahrung: Werke schließen, Produktion in „Billiglohnländer“ verlagern, nach
Übernahmen die Löhne drücken, mit Leiharbeit heuern und feuern.

2019 erzielte Continental mit weltweit 241.458 Beschäftigten einen Umsatz
von fast 44,5 Milliarden Euro. Trotz immenser Verluste 2019, Geld ist da,
wenn es nicht in die private Tasche der Aktionäre fließt. Nach dem Willen der
Konzernspitze darf an der Dividende für die Aktionäre nicht gerüttelt werden.
Drei Euro pro Anteilschein statt der ursprünglich geplanten vier Euro. Der
Familie Schaeffler gehören 46 Prozent der Unternehmensanteile. Drei Euro
mal wieviel für den Schaeffler Clan?

Die Conti­-Beschäftigten haben die Werte geschaffen, die sich die
Kapitalistenklasse, die Schaefflers und Co angeeignet und reichlich auf die
Seite geschafft haben.
Am 14. Juli, bei der Aktionärsversammlung wird die Katze wohl aus dem
Sack gelassen, Chefetage und Aktionäre wollen ihr „Sanierungsprogramm“
präsentieren und ihre Dividende beschließen.

Wenn die Geschäftsleitung an Betriebsräte und Gewerkschaft herantritt und versucht möglichst geräuscharm und reibungslos Arbeitsplätze abzubauen und Tarifverträge auszuhebeln, braucht es Gegenwehr.
Diejenigen, welche die Fehlentscheidungen getroffen haben, sollen dafür
geradestehen. Keine Entlassungen, stattdessen Arbeitszeitverkürzung bei
vollem Lohnausgleich. Damit nicht immer weniger mehr arbeiten müssen und
andere arbeitslos werden.

Wir laden euch zum Offenen Treffen der Initiative Solidarität leben ein, zum
Austausch und gemeinsam aktiv zu werden gegen die Spaltung – egal wer
rausfliegt, egal welcher Standort geschlossen wird.
GEMEINSAM SORGEN WIR DAFÜR, DASS DIE KRISE NICHT AUF
UNSEREM RÜCKEN AUSGETRAGEN WIRD.